Behandlungsstelle X (BhS X)

Behandlungsstelle X (BhS X)

An jedem Behandlungsplatz in der Versorgungsstufe 4 ist damit zu rechnen, dass Patienten versterben. Die Behandlungsstelle X hat die Aufgabe, diese Patienten bis zur Abholung durch ein Bestattungsunternehmen zu verwahren und dies in möglichst würdigem Umfeld zu tun.

Im Behandlungsplatz der MTF wurde erstmalig in den uns bekannten Nachkriegskonzepten ganz strukturiert der Umgang mit Verstorbenen mit aufgenommen. Die sich ergebenden Herausforderungen im Einsatz übersteigen sicher die konzipierten Maßnahmen, jedoch ist damit der Grundstein gelegt.

Die Aufgaben sind:

  • Errichtung der Behandlungsstelle X (in manchen Unterlagen „Totenablage“ genannt) in Zusammenarbeit mit der Besatzung des GW-Behandlung (=Interner Transport).
  • Organisation der Behandlungsstelle X, Vorbereitung zur Aufnahme von Verstorbenen zur – nüchtern beschrieben – Verwahrung Verstorbener bis zum Abtransport durch geeignete Unternehmen oder Einheiten.
  • Betreuung und Hilfe der eigenen BHP Helfer, die Verstorbene übergeben (psychologisch recht komplex)
  • Betreuung von ggf. anwesenden Angehörigen und Möglichkeit zur Schaffung einer möglichst würdigen Abschiedssituation im Rahmen der Möglichkeiten

Das Material der Stelle richtet sich nach den Aufgaben:

  • Möglichkeit zur Bedeckung bzw. Lagerung Verstorbener
  • Mittel zur Abschiednahme und zur psychologischen Hilfe (Erfahrungen aus langen Jahren Kriseninterventionsdienst Erfahrung)

Die auf dem Bild dargestellte, scheinbar christliche Abschiedsgestaltung ist religionsoffen und auf die jeweilige Situation anpassbar. Da im Sterben der jeweilige Glaube oft eine Rolle spielt, versuchen wir, möglichst viele Glaubensrichtungen bedienen zu können. Dies natürlich im Rahmen der gebotenen Neutralität der Hilfsorganisationen und des staatlichen Katastrophenschutzes und im Rahmen der Katastrophenlage.

Letztlich geht es darum, ein Höchstmaß an Würde auch in dieser schwierigen Situation zu bewahren.

Die Ausstattungsliste wird noch zur Verfügung gestellt. Es ist nicht damit zu rechnen, dass alle empfohlenen Details in der Ausstattung des GW-Behandlung abgebildet werden. Da es sich hauptsächlich um kostengünstige, aber symbolisch relevante Gegenstände handelt, kann eine Beschaffung auch dezentral erfolgen und nach individuellen Bedürfnissen und Erfahrungen weiter entwickelt werden.